Ironman Frankfurt Blog #3 Spiroergometrie als Standortbestimmung
Zwischen den Jahren habe ich eine Lauf-Spiroergometrie bei Marc Pschebizin (Pschebizin Proficoaching) in Mertesdorf durchgeführt. Für mich war das weniger ein „Leistungstest“, sondern vor allem eine nüchterne Standortbestimmung auf dem Weg Richtung Ironman Frankfurt 2026.
Was kam dabei heraus?
Kurz gesagt:
Die Grundvoraussetzungen sind da – aber der Fettstoffwechsel ist noch nicht dort, wo er für Langdistanz-Ambitionen sein sollte. Genau das bestätigt auch mein eigenes Gefühl aus dem Training der letzten Monate.
Die Diagnostik zeigt:
- eine solide aerobe Basis
- gleichzeitig aber noch viel Entwicklungspotenzial im ökonomischen, ruhigen Laufen unterhalb der Schwelle
Leistungsprognosen – mit Vorsicht zu genießen
Aus der Spiro ergeben sich rechnerische Prognosen von 5 km bis Marathon:
5 km: 20:30 min.
10 km: 43:35 min.
Halbmarathon: 1:38:08 h
Marathon: 3:28 h
Diese Werte sind interessant, aber für mich aktuell kein Ziel an sich, sondern eher ein Referenzrahmen. Entscheidend wird sein, ob und wie sich diese Prognosen im Training und bei Vorbereitungswettkämpfen bestätigen lassen.
Dafür habe ich mir bewusst ein paar Vorbereitungswettkämpfe gesetzt:
- ein Halbmarathon im Frühjahr
- der Hochwald Ultra Trail am 16.5. (24 km) als kontrollierter Belastungstest im Gelände und als Motivation, ohne Zeitdruck einen langen Lauf in schöner Natur zu absolvieren.
- der Ironman 5150 Kraichgau am 31.05. als Standortbestimmung unter Wettkampfbedingungen über die Kurzdistanz
Konsequenz fürs Training
Die wichtigsten Ableitungen sind folgende:
- Mehr Fokus auf ruhige, extensive Einheiten.
- konsequent im richtigen Intensitätsbereich bleiben. Ich werde beim Training wieder stärker meinen Puls im Blick haben und auch öfter mal einen Brustgurt anziehen, da die Messung am Handgelenk zu ungenau ist.
- Nüchterne bzw. low-carb-Einheiten gezielt einsetzen und weiter ausbauen.
- Meine VO2max ist bereits auf einem ordentlichen Niveau, weshalb spezifische Einheiten, die diesen Bereich entwickeln sollen zugunsten von ruhigen Fettstoffwechseleinheiten etwas reduziert werden.
Die Spiro war damit kein Endpunkt, sondern ein Startsignal:
Jetzt weiß ich, wo ich ansetzen muss – und genau das macht sie für mich so wertvoll.
Etwa 4 bis 6 Wochen vor Frankfurt werde ich einen ähnlichen Test auf dem Rad wiederholen, um meine Pacingstrategie über die 180 Radkilometer festzulegen bzw. um diese dann im Training zu validieren.

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