Im Ziel beim Ironman Frankfurt 2003 Es ist wieder soweit. Nach zwei intensiven Jahren auf der Mitteldistanz kehre ich 2026 zurück zum Ironman Frankfurt – einer Veranstaltung, die für mich nicht einfach nur ein Wettkampf ist, sondern ein Stück Vergangenheit und Motivation. Schon 2003 stand ich dort einmal am Start. Damals war ich jünger, unbedarfter, vielleicht sogar mutiger – aber vieles im Leben hat sich seitdem verändert: Familie, Beruf, Verantwortung, Prioritäten. Und trotzdem ist da wieder dieses Kribbeln, mich einer Langdistanz zu stellen. Nicht als „Comeback“, sondern als bewusste Entscheidung. Ich möchte diese Vorbereitung hier auf dem Blog begleiten – nicht als Lehrbuch, nicht als „so musst du es machen“, sondern als persönlicher Erfahrungsweg, der vielleicht Inspiration bietet. Es geht mir nicht darum, jede Einheit wissenschaftlich zu belegen oder ständig mit Fakten um mich zu werfen. Sondern darum zu teilen, wie Training im echten Leben funktioniert: mit Schule, Famili...
Das Schwimmen beim Ironman Frankfurt ist durchaus auch für gute Schwimmer eine Herausforderung. Zum einen kann es vorkommen, dass aufgrund der Wassertemperatur ein Neoprenverbot besteht. Zum anderen kann es sein, dass aufgrund der am Morgen noch tief stehenden Sonne die Orientierung im Langener Waldsee erschwert wird. Das Schwimmen im offenen Gewässer unterscheidet sich somit grundlegend vom Schwimmen im sicheren Schwimmbad. Grund genug, auch für mich als relativ solider Schwimmer, das Schwimmen nicht schleifen zu lassen. So habe ich mir vorgenommen, mindestens zwei Mal pro Woche ins Schwimmbad zu gehen, was ja an sich schon das absolute Minimum für einen Langdistanz-Aspiranten sein sollte. Obwohl ich ein Schwimmbad vor der Haustür habe, habe ich das Schwimmen in den vergangenen Jahren immer stiefmütterlich behandelt. Gründe waren und sind vor allem: - unsichere Trainingssituation: Ist genügend Platz im Becken? - vergleichbar hoher Zeitaufwand: Ins Bad fahren und umzie...
Im Moment ist mein Training weniger von großen Plänen geprägt als von ganz banalen Dingen: wenig Schlaf, kranke Kinder, volle Bäder, glatte Wege, lange Schultage. Nichts Dramatisches – aber genug, um nicht einfach stur einen Plan abzuarbeiten. Interessanterweise funktioniert es trotzdem gut. Nicht jede Einheit fühlt sich sofort rund an. Manchmal braucht der Körper 30 Minuten, bis er wach wird. Manchmal fällt Schwimmen aus, manchmal wird eine geplante Laufeinheit etwas anders. Ich versuche dann nicht mehr, das zu „reparieren“ oder nachzuholen, sondern nehme es so, wie es ist. Was mir auffällt: Wenn ich weniger gegen den Alltag arbeite, bleibt mehr Energie fürs eigentliche Training. Lange Läufe bleiben locker. Vor allem bei der aktuellen Witterung macht es wenig Sinn, Tempovorgaben zu erzwingen. Meistens schaue ich auch überhaupt nicht auf die Uhr, sondern achte nur auf mein Gefühl und werte hinterher aus. Intensive Einheiten entstehen manchmal spontan, andere lasse ich bewusst weg. U...
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