Im Moment ist mein Training weniger von großen Plänen geprägt als von ganz banalen Dingen: wenig Schlaf, kranke Kinder, volle Bäder, glatte Wege, lange Schultage. Nichts Dramatisches – aber genug, um nicht einfach stur einen Plan abzuarbeiten. Interessanterweise funktioniert es trotzdem gut. Nicht jede Einheit fühlt sich sofort rund an. Manchmal braucht der Körper 30 Minuten, bis er wach wird. Manchmal fällt Schwimmen aus, manchmal wird eine geplante Laufeinheit etwas anders. Ich versuche dann nicht mehr, das zu „reparieren“ oder nachzuholen, sondern nehme es so, wie es ist. Was mir auffällt: Wenn ich weniger gegen den Alltag arbeite, bleibt mehr Energie fürs eigentliche Training. Lange Läufe bleiben locker. Vor allem bei der aktuellen Witterung macht es wenig Sinn, Tempovorgaben zu erzwingen. Meistens schaue ich auch überhaupt nicht auf die Uhr, sondern achte nur auf mein Gefühl und werte hinterher aus. Intensive Einheiten entstehen manchmal spontan, andere lasse ich bewusst weg. U...