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Es werden Posts vom Dezember, 2025 angezeigt.

Ironman Frankfurt Blog # 2 Warum Training in der Gruppe manchmal mehr bringt als der perfekte Plan

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Heute hatte ich ein Vereinstraining mit den Asphalt Racern Hochwald, das mir noch ein bisschen nachhängt. Wir waren zu fünft, haben nach einem kurzen Warm-up mit Lauf-ABC und Movement Preps Intervalle im VO₂max-Bereich gemacht – nichts Besonderes auf dem Papier. Und trotzdem war die Einheit irgendwie besonders. Nicht, weil sie spektakulär war. Sondern weil mehrere Teilnehmer mir danach gesagt haben, dass sie diese Intensität allein wahrscheinlich nicht gelaufen wären. Und genau da liegt für mich der Wert von Gruppentraining. In der Gruppe passiert etwas, das kein Trainingsplan ersetzen kann: Man zieht sich gegenseitig mit, bleibt dran, auch wenn es unangenehm wird – nicht aus Zwang, sondern weil man gemeinsam unterwegs ist. Das Tempo entsteht fast automatisch. Der Kopf macht weniger Theater. Das hat mich auch an meine eigene Trainingswoche erinnert. Zwischen ruhigen Grundlagenläufen, einer intensiven Rolleinheit und einem längeren Schwimmtraining war nichts Spektakuläres. Aber ...

Ironman Frankfurt Blog #1

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Die leisen Wochen – warum unscheinbare Trainingsphasen oft die wichtigsten sind Diese Trainingswoche hatte auf den ersten Blick nichts Spektakuläres. Keine epischen Bestzeiten, keine hohen Umfänge. Und genau deshalb war sie wertvoll. Nach dem langen Lauf am Sonntag Abend im strömenden Regen begann der  Wochenstart bewusst ruhig. Am Montag stand ein kurzes Krafttraining mit Schwerpunkt Unterkörper und Rumpf auf dem Plan. Die Beine waren noch müde vom Wochenende, der Einstieg zäh – aber genau das ist Teil des Prozesses. Nicht jede Einheit fühlt sich leicht an, entscheidend ist die Kontinuität. Der Dienstag begann sehr früh: bereits um 4:30 Uhr ein lockerer Aktivierungslauf am Morgen, nüchtern, mit sehr niedriger Intensität. Kein Druck, kein Ziel außer Bewegung und Durchblutung. Solche Läufe sind unscheinbar, aber sie schaffen Stabilität – körperlich wie mental. Im weiteren Wochenverlauf zeigte sich einmal mehr, wie sehr mentale Belastung und Training zusammenhängen. Nach lange...

Neustart in Frankfurt- mein Weg zurück zur Langdistanz

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Im Ziel beim Ironman Frankfurt 2003 Es ist wieder soweit. Nach zwei intensiven Jahren auf der Mitteldistanz kehre ich 2026 zurück zum Ironman Frankfurt – einer Veranstaltung, die für mich nicht einfach nur ein Wettkampf ist, sondern ein Stück Vergangenheit und Motivation. Schon 2003 stand ich dort einmal am Start. Damals war ich jünger, unbedarfter, vielleicht sogar mutiger – aber vieles im Leben hat sich seitdem verändert: Familie, Beruf, Verantwortung, Prioritäten. Und trotzdem ist da wieder dieses Kribbeln, mich einer Langdistanz zu stellen. Nicht als „Comeback“, sondern als bewusste Entscheidung.  Ich möchte diese Vorbereitung hier auf dem Blog begleiten – nicht als Lehrbuch, nicht als „so musst du es machen“, sondern als persönlicher Erfahrungsweg, der vielleicht Inspiration bietet. Es geht mir nicht darum, jede Einheit wissenschaftlich zu belegen oder ständig mit Fakten um mich zu werfen. Sondern darum zu teilen, wie Training im echten Leben funktioniert: mit Schule, Famili...